Die Sadhana im Mai ist “Gewaltlosigkeit”

Namaste Yogi,

Wir hoffen es geht Dir gut und dass Du gesund bist.

Dieses Jahr haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Qualitäten eines Yogi weiter zu entwickeln, darunter sind: Geduld, Mitgefühl, Resilienz und Heiterkeit.

Aber diese Qualitäten wären unvollständig, sogar machtlos, wage ich zu sagen, wenn wir uns nicht an die Yamas und Niyamas halten: Die ethischen Richtlinien des Yoga.
Ein moderner Therapeut würde sagen es sind Coachinganleitungen für das Leben!

Die Yamas und Niyamas sind Richtlinien im Hinblick auf den Umgang mit anderen und sich selbst, die nicht an soziale Klassen, Herkunft, Orientierung, Wohnort, Lebensabschnitte, Umstände oder Orte  gebunden sind.

Idealerweise sollten sich alle Menschen und nicht nur Yogis an diese ethischen Richtlinien halten oder ihr Bestes tun, sie zu befolgen. Allerdings, ein Yogapraktizierender, ein spiritueller Sucher, ein Yogi, sollte in dieser Hinsicht sicherlich sein 101% geben… Darf mehr als sein bestes geben!

Die Yamas, die Ratschläge für ein bewusstes und besseres Zusammenleben mit unseren Mitmenschen bestehen aus fünf Gliedern.

Die Sadhana (die Aufgabe) des Monats hilft uns dabei das Erste Glied der Yamas zu praktizieren und besser zu verstehen.

 

Im Mai kultivieren wir in uns die

GEWALTLOSIGKEIT

Beginne und beende  jeden Tag mit dem folgenden Satz:

„Ich bin gewaltlos, ich bin einfühlsam“

Ein bisschen mehr über Ahimsa erfahren: die Gewaltlosigkeit.

Für gewöhnlich versteht man unter Gewaltlosigkeit niemanden körperlich zu verletzen.
Ja, das ist richtig, aber es hat viel mehr Hintergrund als „nur“ auf einer körperlichen Ebene weh zu tun, egal ob Mensch oder Tier, alle Wesen sind hier inbegriffen!

Wir wissen alle wie verletzend Worte sein können und nicht nur, wenn sie direkt an jemanden gerichtet werden, auch indirekt: Tratsch, jemanden auslachen, Bullying, verbale Diskriminierung, Respektlosigkeit… Das ist auch Gewalt!

Ich weiss noch den Rat meiner Mutter: „Wenn Du nichts Nettes über jemanden zu sagen hast, sag lieber nichts, denn Worte können mehr verletzen, als ein scharfes Schwert.“

Sokrates wendete die „Die goldenen Siebe des Redens“ an. Alles was man zu sagen hat, sollte durch 3 Siebe gesiebt sein:

  • Wahrheit: Ist das was Du erzählen willst geprüft, ob es wahr ist?
  • Güte: Ist das, was du erzählen willst, gut? Könnten deine Worte Schaden oder Verletzungen verursachen?
  • Notwendigkeit: Ist das, was Du erzählen willst notwendig?

Aber woher stammen die WorteAus den? Aus den Gedanken! Wir drücken aus was wir denken und hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel: Womit ernährst Du deine Geist? Worüber sprechen die Bücher, Zeitungen und Magazine die Du liest? Wovon handeln die Serien und Filme die Du anschaust? Worüber sprechen die Lieder die Du hörst? Worüber sprechen die Leute mit denen Du dich triffst?

Alles was durch deinen Kopf geht, wird verarbeitet, genau so wie die Lebensmittel, die Du zu dir nimmst: Isst Du überwiegend Junk-Food, wirst Du vorerst zunehmen und schlußendlich auch krank werden. Das ist Gewalt dir gegenüber, denn Du kannst besser handeln, Du kannst entscheiden was Du isst!

Ließt Du, hörst Du, siehst Du überwiegend schlechte Nachrichten, Krimis, gewaltvolle oder diskriminierende Lieder, wirst Du das in Worten wiederholen und schlußendlich, auch krank werden! Das ist Gewalt dir gegenüber, denn Du kannst besser handeln, Du kannst entscheiden wie Du deinen Geist ernährst!

Also keine Nachrichten mehr? Nein, man sollte sich informieren, um zu wissen was gerade in der Welt passiert, aber sollten wir den ganzen Tag mit jedem darüber sprechen oder diskutieren? Müssen wir es ständig wiederkäuen, so wie es Kühe mit ihrem Futter tun?

„Die goldenen Siebe des Redens“ können wir auch als Kontrolle benutzen, um zu überprüfen, ob das was wir zu uns nehmen, ob das was wir unserem Geist geben, gut ist oder nicht. Negative Gedanken führen zu bösen Worten, böse Wörter führen zu schlechten oder sogar gewaltvollen Taten.

Wie Du siehst geht Ahimsa, die Gewaltlosigkeit weit darüber hinaus einen Dritten zu verletzen, es fängt mit einem Selbst an! Sanftmütig zu sein, mitfühlender zu sein, in Liebe zu fließen und all das in die Tat umzusetzen und ja nicht nur den Mitmenschen gegenüber, alle Wesen gegenüber….
Wie gehst Du mit deinen Haustieren um? Mit den Haustieren deiner Nachbarn? Mit den Nutztieren? Mit den Raubtieren? Mit Tieren und Insekten allgemein?
Diese Denk-Aufgabe werde ich Dir überlassen, du solltest aber nicht vergessen, daß Ahimsa, die Gewaltlosigkeit, kein ausschließliches Recht der Menschheit ist.

 

-Wenn ich Gewalt säe, wird die Gewalt mich ernten-
Anke Maggauer-Kirsche

 

Hari OM, Tat Sat.
OM Shanti.
Laura.

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